Sichere Navigation, großes Display, zuverlässiger Akku
VORTEILE
- Optik
- Bedienung
- vielseitige Nutzung (Strava, komoot & Co)
- wechselbare Hüllen
- Bedienung via Touch aber auch Knöpfe (während der Fahrt besser)
- unabhängig vom Internet
NACHTEILE
- hängt sich gelegentlich beim Einschalten auf (sehr selten)
- Einrichtung etwas fummelig
- Für den Wechsel der Hüllen ist ein 6er Torx nötig
BEWERTUNG
Der Rox 12.0 kam edel verpackt in einer Schachtel, bei der man ihn, wie durch Aufziehen eines Vorhangs enthüllt. Schnell geladen und mit dem Heimnetzwerk verbunden klickte ich mich durchs Menü und koppelte den Kleinen auch mit Strava und Komoot. Das war auf der kleinen Tastatur etwas fummelig, aber gut machbar. Ich habe ja zum Glück zierliche Finger. Ein Klick aufs Symbol, Emailadresse und Passwort eingeben – fertig. Etwas überfordert war ich mit den unterschiedlichen Sigma-Apps (Sigma Link – App fürs Smartphone, Sigma Cloud – die Cloud, also der Online-Sammelplatz der Daten (oh, oh…) und das Sigma Data Center für den PC). Bis ich geschnackelt hatte, welche für was ist, hat es ein bisschen gedauert, aber auch das Problem war selbst für mich als Frau lösbar.
Richtig schick finde ich die orangefarbene Hülle, für die ich mir extra noch einen feinmechanischen Torx-Schlüssel – Satz gekauft habe, da zum Lösen ein 6er-Torx benötigt wird. Einzeln waren die im Baumarkt leider nicht zu bekommen. Genial wäre es, wenn der beiliegen würde. Gerade diese kleinen Torx-Schlüssel hat – glaube ich – nicht jeder zu Hause liegen.
Gekoppelt habe ich auch meinen Garmin-Brustgurt. Auch dies war absolut unproblematisch. Zwei, drei Klicks auf dem Gerät – sofort erkannt und immer wieder schnell verbunden.
Außerdem habe ich den Trittfrequenzsensor. Ich habe es geschafft, das Ganze ans Fahrrad zu basteln und auch eine Anzeige auf dem Display gehabt. Leider kommt es hier immer wieder zu Ausfällen, obwohl die Abstände von Magnet und Speichen-Nubsi (klar, das ist der Fachterminus! ) zum Sensor passen (<1 cm). Vielleicht sollte ich das Ganze anstatt mit dem Gummiband mit Kabelbindern fixieren, da im Moment noch einiges an Bewegung zu beobachten ist. Manchmal zeigt er brav an, nach einer Pause ist das Signal aber plötzlich weg. Ganz verstanden habe ich das noch nicht.
Die erste Ausfahrt führte mich testweise zur Arbeit. Gleich musste ich die Navigation ausprobieren. Man kann hier wählen zwischen „empfohlener“, „einfacher“ und „kurzer“ Streckenführung. Das ist eine tolle Sache! Tatsächlich hat mich der Rox etwas anders geführt als sonst, da er wohl verkehrsberuhigte Straßen bevorzugt.
Leider ist das System etwas manchmal absturzgefährdet. Nicht im physikalischen Sinne, sondern im technischen. Zweimal wollte das Gerät nicht mehr reagieren oder zeigte mir die kalte Schulter mit einem bläulichen Bildschirm, den ich auch so schnell nicht mehr wegbekam. Dabei wollte ich nur schauen, welches die dritte Streckenführungsoption war. Schon doof irgendwie…
Jetzt nach vielen, vielen Touren, teilweise mit, teilweise ohne Navigation, aber immer mit Aufzeichnung der Strecke bin ich grundsätzlich zufrieden mit dem Gerät. Die Abstürze hielten sich zum Glück bisher in Grenzen und traten noch nie während der Fahrt auf.
Bei einer achtstündigen Tour kam der Rox 12.0 an seine Grenzen. Mit ausgeschaltetem Bildschirm hält er allerdings deutlich länger durch und hat trotz Akkuwarnung noch zwei Stunden durchgehalten.
Puhh, jetzt habe ich ganz schön viel gemeckert. So schlimm ist es gar nicht. Eigentlich bin ich wirklich happy mit den Funktionen und Anzeigen, dem umfangreichen Kartenmaterial (kann länderbezogen kostenlos aufs Gerät geladen werden) und der Bedienbarkeit auch mit Radhandschuhen. Um den Speicher (für Karten oder Routenaufzeichnungen) zu erweitern, kann eine Mikro-SD-Karte eingesetzt werden.
Durch die Navigation in mir bekannten Gebieten bin ich schon auf einige tolle Alternativstrecken gestoßen, weshalb ich die Navigation auch zu Hause gelegentlich weiter nutzen werde. Dann komme ich hoffentlich mehr von den Straßen weg.






































